Stretched Cluster Varianten Überblick

UPDATE 01.07.2014:  Änderungen in blau

Zur Einstimmung fasse ich die derzeit möglichen Varianten des Stretched Clusters kurz zusammen:

  1. non-ISL Stretched Cluster (ab SVC Version 5.1):
    • „Kreuzverkabelung: Die Hälfte der SVC Node FC-Ports sind direkt an die SAN-Switche im entfernten RZ angeschlossen“
    • Kabellänge zwischen den RZs: 0-10 km (bei 8gbps Verbindungen)
      ab SVC Version 6.2 zusätzlich: 0-20 km (bei 4gbps Verbindungen), 0-40 km (bei 2 gbps Verbindungen)
    • Besonderheit: lw SFPs in den SVC-Nodes und SAN Switches für die „Kreuzverbindungen“ notwendig; ggf. colored lw SFPs bei CWDM Infrastrukturen
  2. ISL Stretched Cluster (ab SVC Version 6.3):

    • Alle SVC Node Ports sind an lokale SAN Switches angebunden. Die Nodes werden jedoch in public SAN (2 Fabrics) und private SAN (2 Fabrics) aufgeteilt:
      • Public SAN: Verbindung zu Server und Speichersystemen
        Optional: Node zu Node Verbindungen
      • Private SAN: Node zu Node Verbindungen für SVC Metadaten und Cache-Mirroring
      • Die Trennung erfolgt physisch (eigene Switche für private SAN), per Brocade Virtual Fabrics  bzw.  CISCO vSANs.
    • Entfernung zwischen den RZ von 0 km bis zu (theoretisch) 300 km möglich
    • Bandbreitenanforderung für private SAN (beide private Fabrics zusammen): 4 gbps oder 2 * Peak Write MB/s der Server (whichever is higher)

Ab SVC Version 7.1: optional 8 FC Ports je SVC Node:

  • Nodes können optional mit einem zweiten 4-Port FC-HBA ausgestattet werden.
  • Über Bitmaps kann eingestellt werden, welche Rolle welche Ports übernehmen:
    • Für Server IO (Ports 1-8 möglich) und IO zu Speichersystemen (Ports 1-6 möglich)
    • Für intercluster Kommunikation (remote mirroring zwischen eigenständigen SVC Clusters, Ports 1-8 möglich)
  • Option ist für non-ISL und ISL Varianten möglich

Ab SVC Version 7.2:

Alle Ports (1-8) können für Disk IO verwendet werden.

Enhanced Stretched Cluster:

  • Der Mode „Enhanced Stretched Cluster“ bringt eine „Site-awareness“ von SVC Nodes und Speichersystemen:
    Für jeden Node und Speichersystem kann die Site (Rechenzentrum) definiert werden:

    • Site 1 und Site 2 stellen die beiden Haupt-Rechenzentren dar.
    • Site 3 definiert den Standort der aktiven Quorum Disk.
  • Auf den Site-Informationen basierend stehen neue Funktionen und Optimierungen zur Verfügung:
    • Optimierte IOs (z.B. Read-Miss vom lokalen Speichersystem, wenn Daten lokal verfügbar sind)
    • Disaster Recovery Fähigkeit bei bestimmten Ausfallszenarien (z.B. Doppelfehler)
  • Enhanced Stretched Cluster ist für non-ISL und ISL Varianten möglich.

Ab SVC Version 7.3 (neues Kapitel):

  • Unterstützung neuer SVC Knoten mit bis zu 12 FC Ports.
  • Bandbreitenreduktion im enhanced Mode zwischen Sites 1 und 2.

Zusammengefasst stehen 4 Setups zur Verfügung (geändert):

  • non-ISL
  • non-ISL / enhanced
  • ISL
  • ISL / enhanced

Jedes Setup mit 4, 8 oder 12 (nur bei 2145-DH8 Nodes) FC Ports je Node.

 

Eine schönen Tag wünscht Euch Franz.

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2 Gedanken zu “Stretched Cluster Varianten Überblick

  1. Das Schöne an der Variante „ISL Stretched Cluster“ ist zudem, dass für die Querverbindung alles erlaubt ist, was vom jeweiligen Switch-Hersteller an FC-Infrastruktur unterstützt wird, also auch CWDM/DWDM mit den jeweils zugelassenen SFPs. SVC-seitig gibt’s nur noch SW SFPs.
    Die 2. HBA-Karte macht zudem gerade in gestreckten Umgebungen Sinn, da man dadurch sowohl in der non-ISL wie auch ISL-Variante keine Ports, und somit keine Bandbreite, „verliert“ (local/remote, public/private)…

    • Beim ISL Setup werden in der Regel 2 Ports je Node für das private SAN dediziert. Diese Ports stehen dann nicht mehr für Server-IOs und IOs zu den Speichersystemen zur Verfügung.
      Anders beim non-ISL Setup: Hier stehen nach wie vor alle FC Ports der Nodes für Server-IO und IOs zu den Speichersystemen zur Verfügung. Jedoch: Der Zugriff auf Speichersysteme in Site 1 erfolgt über eine Hälfte der Ports je Node; auf Speichersysteme in Site 2 über die andere Hälfte der Ports je Node.

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